Vom Kerker in die Freiheit.


Heilungs- Lebens- Zeugnis von Katja

Wenn ein Mensch mit Gewalt gezeugt wird und als ungewolltes Kind vom Mutterleib an viel Ablehnung erfährt, sogar Abtreibungsversuche überlebt, dann ist das kein guter Start ins Leben. Wenn dann noch sexueller Missbrauch vom Vater, von Lehrern und Mobbing dazu kommt, ist das höchst zerstörerisch. Nur kurze Zeit findet die Seele Wege, diese Wunden auszublenden.

Mein Leben hat so begonnen und war ein Überlebenskampf mit vielen Ängsten, Depressionen, Burn-outs, Bulimie und Anorexie. Mit acht Jahren durfte ich nach einem traumatischen Erlebnis Gottvaters Liebe in seinem liebevollen Schoß erfahren. Das gab mir Trost und neue Kraft, weiter zu leben. Trotz der Scheidung meiner Eltern und vieler Umzüge begann ich, in Gottes Ruf zaghaft hinein zu wachsen. Dennoch erlebte ich in meinem Leben weiterhin viel Mühe, Einsamkeit, Missbrauch, Ablehnung, eine große Leere und Sehnsucht nach wahrer Liebe. Diese Leere versuchte ich mit allem möglichen zu füllen, mit Essen, Partys, Esoterik und Okkultem.

Auf der Suche nach Liebe und Anerkennung lief ich oft Menschen hinterher. Ich wünschte mir Sinn und ein gutes Leben, und lernte Heilerziehungspflege. Doch statt des guten Lebens entwickelten sich Verhaltensmuster, die sich verschlimmerten, und ich fiel in Süchte. 1993 heiratete ich, und Gott schenkte mir einen wunderbaren Mann, mit dem ich zwei tolle Kinder bekam.

Dann geriet ich erneut auf den falschen Weg und wollte Domina in Hamburg werden. Gott verhinderte es in seiner Gnade und ich ging in eine Gruppentherapie, in der ich viel über mich und andere lernte. In der Kirche gestaltete ich damals gerne Kindergottesdienste. Mit 30 Jahren in einer Lebenskrise machte ich noch einmal einen großen Schritt auf Gott zu.

 Ich bat Jesus verzweifelt um Hilfe, bat ihn erneut in mein Herz und mein Leben, und er kam. Ich liebte ihn, seine Gegenwart und erlebte übernatürlich Heilsames. Dann schloss ich mich einem Hauskreis an, der zu einer Gemeinde wuchs und ich ließ mich taufen.

Gemeindebau, Dienst, und der Druck, den ich selbst und andere mir darin machten, rückten dann 6 Jahre lang stark in den Mittelpunkt, bis ich im Burnout landete und eine halbseitige Gesichtslähmung bekam. Nach 3 Wochen heilte sie durch Gebet, obwohl die Ärzte sagten, dass sie für immer bleiben würde. Es war ein Wunder.

Ich definierte mich durch Leistung, durch fromm und brav sein. Es allen und Gott recht zu machen war für mich zu diesem Zeitpunkt ein wichtiger Teil des Christseins. Ich wollte nie mehr verletzt und abgelehnt werden. Erst im völligen Zusammenbruch merkte ich, dank Jesus, meine Gebundenheit darin. Nichts tun zu können war schlimm für mich. Wer war ich, wer mochte mich denn noch so schwach und nutzlos? Niemand, war meine Überzeugung.

Dann erkannte ich, dass da noch etwas in meinem Leben war, was mich sehr belastete und unsicher machte. Es war die fehlende Vaterliebe, die Ablehnung und der Missbrauch, der mich innerlich schon so lange quälte. Ich begann dann eine Seelsorge-Ausbildung, um Frauen zu helfen. Mit der Zeit wurden meine Ängste und Depressionen unerträglich. Immer wieder bat ich Jesus, mich davon zu befreien. Bis er die Türen dafür öffnete.

DIE WENDE. In dieser Zeit spürte ich die große Sehnsucht nach einem guten, liebevollen Vater immer mehr und mehr in meiner Seele hochkommen. Mein inneres verletztes Kind wurde darin plötzlich lebendig und begann zu reagieren. Begegnungen, Filme und Bilder, die dieses Thema ansprachen (triggerten), ließen mich in Sehnsucht weinend zurück. Ich fragte mich, wie ich diese Hürde jemals nehmen konnte. Mit der Zeit entwickelte ich starke Selbstmordgedanken.  Die Vorstellung, meinem Vater, einem Vater, oder Gott als Vater zu begegnen, war Horror für mich.

Ich wollte einerseits Liebe und Zuwendung erfahren, aber alles in mir wollte auch davor weglaufen. Während dieser Zeit hatte ich einen Brusttumor, der operiert wurde, und einen Bandscheibenvorfall mit Fußlähmung, der nicht behandelt wurde, außer mit spazieren gehen und liegen. Jesus heilte beides und sprach mit mir in dieser ruhigen Zeit über alles. Er ließ mir alles zum Besten dienen. Gottvater hatte einen Heilungsplan, der nun in mein Leben kam.

Ich verbrachte viel Zeit in Seelsorge-Häusern und lernte Menschen kennen, die mir halfen und ein wenig wie Eltern waren. Langsam und oft unter Anfechtung (ich bekam Diabetes) begann ich, durch diese Beziehungen im Herzen zu heilen und zu verstehen, wie ein guter Vater sein konnte. Lebenslügen wurden offenbar, die endlich unter meine Füße kamen. In der Heilung entstanden meine Bilder und Figuren. 2009 gründete ich jesuliebe.de, und 2012 mit meinem Mann unser Auszeit-Haus AMMIEL am Bodensee.

Nach einigen Jahren zerbrach diese wertvolle Beziehung und ich verlor über dieser erneuten Ablehnung völlig den Boden unter meinen Füßen. Die Wunde, keine Eltern, keinen liebenden Vater gehabt zu haben, brach noch einmal voll auf und ich hatte kaum Hoffnung auf Besserung. Ich war ohnmächtig vor Schmerz und Hass. Die Tränen der Scham über mich selbst, der Ablehnung und des Verlustes nahmen kein Ende. Ich war darin gefangen und erneut in einem Burnout.

Doch dann griff die liebevolle Hand Gottvaters nach mir und hob mich empor aus dem Kerker meiner Anklagen, allen Versagens und dem tiefen Verlustschmerz. Er half mir, neu zu vertrauen, allen Menschen, die mich verletzt und abgelehnt hatten, zu vergeben und sie sogar zu segnen. Danach half er mir auf und gab mir meine wertvolle Identität in Ihm und eine gesunde heilsame Sicht Menschen gegenüber.

Ich lernte die Vaterherzschule kennen, in der ich viel Freude erfuhr, mitarbeiten und weiter lernen und heilen konnte. Gottvaters Liebe und Segen übertraf alle meine eigenen Bemühungen. Er stellte meine Würde wieder her und ich erlebte Erstaunliches mit dem Heiligen Geist. In all dem gab er mir Weisheit, Dankbarkeit, Geduld, Mut und Autorität. Gottvater war für mich die Antwort auf Geborgenheit und Schutz und jeder Sehnsucht meines inneren verletzten Kindes. Er heilte und stillte das Verlangen nach zugewandter, gütiger Vaterliebe in mir.

In tiefen Herzensprozessen stellte er mich auf ein neues Fundament seiner Liebe zu mir. Ich lernte, dass ich als sein gewolltes, geliebtes Kind nicht alles recht machen muss, um von ihm geliebt, versorgt und angenommen zu sein. Er lehrte mich, Grenzen zu setzen und in ihm geliebt zu leben. Heute bin ich voller Lebensfreude und frei von Depressionen und Bulimie. Jesus kam, um uns zum Vater zu führen, weil er wusste, dass Kinder einen beständig guten Vater brauchen (Matthäus 18,2-4.)

Wenn das Leben dich umhaut, fängt Gottvater dich auf. Er verändert nicht gleich die Umstände, aber er verändert uns in den Umständen. Ausführlicher ist meine Geschichte nachzulesen in meinem Buch „Niemand liebt dich mehr als der, der dich schuf“. Erhältlich im Grace-today Verlag oder bei  www.ammiel.de  / www.jesuliebe.de



Getragen – Geborgen – Getröstet – Geliebt

2020 war für meine Frau und mich ein Jahr voller Herausforderungen, Baustellen, Schmerz, Trost und übernatürlichem Frieden ABBAS-Schalom.

Es begann am 4. Januar mit einem Trümmerbruch am linken Oberarm bei Elfriede, der letztendlich Ende Februar operiert werden konnte. Bei mir mit einem sehr bewegungseinschränkenden, schmerzhaften Bandscheibenvorfall, der mich seit Nov. 2019 in „Atem“ hielt und schlussendlich im März 2020 in einer OP endete. Damit nicht genug, Anfang Juli erhielten wir die Nachricht, dass unser ältester Sohn (49 Jahre) unheilbar an Krebs erkrankt ist. Ende August ist er dann heimgegangen. Zwischendurch noch die Hochzeit unserer ältesten Enkeltochter. Das war so ein Geschenk mitten in der Pandemie und Krankheit. ……und das alles unter Corona-Bedingungen, puh…


Aber Gott unser ABBA-Vater ist GUT.

Bevor die Baustellen und Herausforderungen begannen, hat uns der himmlische Vater vorbereitet, getröstet, Frieden zugesprochen, gehalten. Es würde zu weit führen hier alles aufzuschreiben wie und was wir erlebt haben. Eine Erfahrung die Elfriede machte, war folgende: Sie saß im Auto und wartet etwas länger auf mich. Da sah sie auf dem Zaun vor sich wunderschöne Vögel. Sie betete:“ Papa gib mir doch ein Zeichen deiner Liebe, einen schönen Vogel.“

Wir fuhren nach Hause und auf unserer Terrasse schaute eine wunderschöne weiße Taube durchs Terrassenfenster um sich anschließend auf den Terrassentisch zu setzen. Das war eine Botschaft der Liebe des Vaters für Elfriede. Es war wenige Tage bevor wir die schwere Nachricht von unserem Sohn erhielten. So ist der Vater!!!

Am Morgen der Nachricht über die Krebserkrankung waren Elfriede und ich im Gebet, da sprach der Hlg. Geist zu mir: Bete „ Egal was DU mir gibst, egal, was Du mir nimmst, Du bist und bleibst mein Gott“. Ich hatte dieses Lied an dieser Stelle vorher nie mitgesungen. An diesem Morgen wusste ich,


ABBA bereitet mich, uns auf etwas vor und hält mich.

Unter Tränen betete ich dieses Gebet, in dem Bewusstsein und der Gewissheit, Gott ist gut und hält mich/uns in SEINEM ARM. 12 Stunden später erhielten wir die Nachricht, unheilbarer Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Acht schmerzvolle Wochen begannen. Dabei erlebten wir Hoffnung und Enttäuschung, in Allem und immer wieder getröstet und getragen in übernatürlicher Weise. In dieser Zeit teilte mir mein Sohn mit:“ Papa, ich weiß ich bin ein geliebtes Kind des Höchsten“. Gott ist gut. Ein Tag bevor unser Sohn heimging, wollte er gemeinsam mit uns Lobpreis und Anbetung haben. Wir sangen gemeinsam:

Zehntausend Gründe gibst du mir dafür! Und wenn am Ende die Kräfte schwinden, Wenn meine Zeit dann gekommen ist, wird meine Seele dich weiter preisen, Zehntausend Jahre und in Ewigkeit!

Der Raum war erfüllt mit der Herrlichkeit des Himmels und die Engel umgaben uns. Da war Friede, Schalom…. wir können, wir dürfen loslassen. ABBA ist gut!!! Ja wir haben Trauer aber wir sind getröstet, ja wir haben Tränen aber wir sind geborgen, getragen, geliebt.

Elfriede & Manfred





Gottes Liebe weitergeben

Hinter mir liegt viel Leid und Schmerz. Ich habe alles verloren was ich hatte, aber auch alles gefunden was ich brauche, durch Jesus und die Liebe des Vaters. ER hat mich wiederhergestellt und geheilt. Das Buch „Liebesbriefe von meinem König“ (Sheri Rose Sheperd) und die Vaterherzschule von VATERHERZ BEWEGT 2016 in Kiel wurde zu einem großen Segen für mich. Als ich dadurch die Liebe des Vaters kennenlernte, veränderte das mein ganzes Leben.

Bei der Vaterherzschule bekam ich eine Herzkarte mit der Aufschrift „„Du bist geliebt“ geschenkt, dies berührte mich sehr. Ich entscheid mich, diese Karte zu bestellen und auch anderen Menschen damit eine Freude zu machen. Ich staunte was dann geschah! Fast jeder nahm sie mit großer Freude an. Es entstanden oft gute Gespräche und manchmal hatte ich die Gelegenheit, für die Menschen zu beten. Ich verschenkte sie überall beim Einkaufen, Rad fahren, am Strand… überall wo ich mit Menschen in Kontakt kam. Oft hörte ich die Aussagen wie: „Oh, das kann man jetzt gut gebrauchen, die kommt an meinen Kühlschrank, vielen Dank ich halte sie in Ehren…. Verkäufer stellten sie direkt an die Kasse auf, so dass sie alle sahen. Manchmal weinten Menschen vor Rührung oder umarmten mich ganz fest.

Ein besonderes Erlebnis war für mich, als ich einen älteren Herrn in der Stadt kennengelernt hatte, der ein Geschäft nicht fand. Ich begleitete ihn dann dorthin und unterwegs erzählte er mir von seinem Leid. Ich durfte daraufhin für ihn beten und Abba berührte sein Herz. Er war voller Freude und Dankbarkeit. Ich erfuhr, dass er in ein paar Tagen seinen 83. Geburtstag hatte und in einem Seniorenheim lebte. Und da ich Lobpreiserin bin und selbst Lieder schreibe und Gitarre spiele, bot ich ihm an, ihn zu besuchen und ein Geburtstagslied für ihn zu schreiben. Er freute sich sehr darüber. Ich backte einen Kuchen mit der Aufschrift „Happy birthday“, nahm einen Blumenstrauß mit und meldete mich bei der Heimleitung an.
Zwei Pflegerinnen begleiteten mich, gemeinsam zogen wir dann mit dem Lied „Happy birthday to you“ durch die Tür ein. Danach sang ich mein selbst geschriebenes Lied. Er fing an zu weinen und erzählte, dass er schon viele Jahre nicht mehr seinen Geburtstag gefeiert hatte, seit dem tragischen Tod seiner Lebensgefährtin, die bei einem Zugunglück ums Leben kam, welches er überlebt hatte. Wir sprachen über den Glauben und ich konnte für ihn beten. Im Anschluss hatte ich noch ein Gespräch mit der Heimleitung, die mir anbot alle 3 Monate zu der gemeinsamen Geburtstagsfeier der Heimbewohner zu singen. Dies tat ich gern und ich nahm, na klar, auch meine Herzkarten mit.
Einmal lernte ich einen Straßenmusiker im Hafen von Laboe kennen. Ich gab ihm auch eine Herzkarte und als er erfuhr, dass ich auch singe, gab er mir die Möglichkeit, ein selbstgeschriebenes Lied zu singen. Ich wählte ein Lied über die Liebe des Vaters aus mit dem Titel „Du bist grenzenlos geliebt“ – der Musiker begleitete mich mit der 2. Stimme.
Auch ihm gab ich eine Herzkarte und er lud mich zu seinem Stand auf dem Handwerkermarkt ein. Als ich ankam, stand da die Herzkarte auf dem Ladentisch. Er hatte eine Musikanlage und bat mich, doch auch dort zu singen. Abba öffnete Türen und berührte Herzen.
Auch den ganzen Sommer über, im Rahmen der Urlaubskirche, bei der ich mitwirkte, hatte ich die Möglichkeit zu singen und jedem persönlich eine Herzkarte zu schenken.
Abbas Liebe hat mich von einer Entmutigten zu einer Ermutigerin gemacht. Seine Liebe machte mich zu Hoffnungsträgerin und Freudenbotin. Alle Ehre sei Abba.
Und Gott spricht: „Siehe ich mache alles neu!“ Off. 21,5

In Jesu Liebe

Elke

 

Ich bin schon lange Christ…

Ich bin schon lange Christ, hatte aber immer das Gefühl- etwas fehlt.
Pete Creig (Gründer des Gebetshauses) sagte einmal in seinem Zeugnis: „In mir brannte so eine Sehnsucht, dass ich überall, wo gebetet und gesegnet wurde, hinrannte und mir Segen und Gebet abholte. Sogar als für werdende Mütter gebetet wurde war ich da.“
Ich konnte das so nachempfinden, spiegelte es doch meinen Hunger und Sehnsucht wider.
Von einem Freund wurde ich auf die Vaterherzbewegung aufmerksam gemacht und so meldete ich mich im August 2018 zur Vaterherzschule in Krelingen an.

Wisst ihr: ich habe mich immer empfunden wie der kleine Punchinello in der Geschichte von Max Lucado, beklebt mit ganz viel (negativ) Punkten: Du bist hässlich, Du kannst dies nicht, Du bist nicht so wie die…  

Punchinello fand den Weg zu Meister Eli, seinem Schöpfer, und unter SEINEM Blick fielen nach und nach seine Punkte ab.

So war mein Erleben in der Zeit der Vaterherzschule, ich lernte den VATER kennen, nicht den strengen, missachtenden, abwesenden, abwertenden, Zeigefinger zeigenden sondern einen VATER – voll Liebe, Verständnis, Zeit, Zugewandtheit und noch so viel mehr.

Noch braucht es Zeit, Altes immer wieder abzuschütteln, aber das eine habe ich zutiefst verstanden: Ich bin willkommen im Vaterhaus der Liebe Gottes – was für ein großes Geschenk und ich lerne immer mehr geliebt zu leben.

Michaela