Vom Kerker in die Freiheit.


Heilungs- Lebens- Zeugnis von Katja

Wenn ein Mensch mit Gewalt gezeugt wird und als ungewolltes Kind vom Mutterleib an viel Ablehnung erfährt, sogar Abtreibungsversuche überlebt, dann ist das kein guter Start ins Leben. Wenn dann noch sexueller Missbrauch vom Vater, von Lehrern und Mobbing dazu kommt, ist das höchst zerstörerisch. Nur kurze Zeit findet die Seele Wege, diese Wunden auszublenden.

Mein Leben hat so begonnen und war ein Überlebenskampf mit vielen Ängsten, Depressionen, Burn-outs, Bulimie und Anorexie. Mit acht Jahren durfte ich nach einem traumatischen Erlebnis Gottvaters Liebe in seinem liebevollen Schoß erfahren. Das gab mir Trost und neue Kraft, weiter zu leben. Trotz der Scheidung meiner Eltern und vieler Umzüge begann ich, in Gottes Ruf zaghaft hinein zu wachsen. Dennoch erlebte ich in meinem Leben weiterhin viel Mühe, Einsamkeit, Missbrauch, Ablehnung, eine große Leere und Sehnsucht nach wahrer Liebe. Diese Leere versuchte ich mit allem möglichen zu füllen, mit Essen, Partys, Esoterik und Okkultem.

Auf der Suche nach Liebe und Anerkennung lief ich oft Menschen hinterher. Ich wünschte mir Sinn und ein gutes Leben, und lernte Heilerziehungspflege. Doch statt des guten Lebens entwickelten sich Verhaltensmuster, die sich verschlimmerten, und ich fiel in Süchte. 1993 heiratete ich, und Gott schenkte mir einen wunderbaren Mann, mit dem ich zwei tolle Kinder bekam.

Dann geriet ich erneut auf den falschen Weg und wollte Domina in Hamburg werden. Gott verhinderte es in seiner Gnade und ich ging in eine Gruppentherapie, in der ich viel über mich und andere lernte. In der Kirche gestaltete ich damals gerne Kindergottesdienste. Mit 30 Jahren in einer Lebenskrise machte ich noch einmal einen großen Schritt auf Gott zu.

 Ich bat Jesus verzweifelt um Hilfe, bat ihn erneut in mein Herz und mein Leben, und er kam. Ich liebte ihn, seine Gegenwart und erlebte übernatürlich Heilsames. Dann schloss ich mich einem Hauskreis an, der zu einer Gemeinde wuchs und ich ließ mich taufen.

Gemeindebau, Dienst, und der Druck, den ich selbst und andere mir darin machten, rückten dann 6 Jahre lang stark in den Mittelpunkt, bis ich im Burnout landete und eine halbseitige Gesichtslähmung bekam. Nach 3 Wochen heilte sie durch Gebet, obwohl die Ärzte sagten, dass sie für immer bleiben würde. Es war ein Wunder.

Ich definierte mich durch Leistung, durch fromm und brav sein. Es allen und Gott recht zu machen war für mich zu diesem Zeitpunkt ein wichtiger Teil des Christseins. Ich wollte nie mehr verletzt und abgelehnt werden. Erst im völligen Zusammenbruch merkte ich, dank Jesus, meine Gebundenheit darin. Nichts tun zu können war schlimm für mich. Wer war ich, wer mochte mich denn noch so schwach und nutzlos? Niemand, war meine Überzeugung.

Dann erkannte ich, dass da noch etwas in meinem Leben war, was mich sehr belastete und unsicher machte. Es war die fehlende Vaterliebe, die Ablehnung und der Missbrauch, der mich innerlich schon so lange quälte. Ich begann dann eine Seelsorge-Ausbildung, um Frauen zu helfen. Mit der Zeit wurden meine Ängste und Depressionen unerträglich. Immer wieder bat ich Jesus, mich davon zu befreien. Bis er die Türen dafür öffnete.

DIE WENDE. In dieser Zeit spürte ich die große Sehnsucht nach einem guten, liebevollen Vater immer mehr und mehr in meiner Seele hochkommen. Mein inneres verletztes Kind wurde darin plötzlich lebendig und begann zu reagieren. Begegnungen, Filme und Bilder, die dieses Thema ansprachen (triggerten), ließen mich in Sehnsucht weinend zurück. Ich fragte mich, wie ich diese Hürde jemals nehmen konnte. Mit der Zeit entwickelte ich starke Selbstmordgedanken.  Die Vorstellung, meinem Vater, einem Vater, oder Gott als Vater zu begegnen, war Horror für mich.

Ich wollte einerseits Liebe und Zuwendung erfahren, aber alles in mir wollte auch davor weglaufen. Während dieser Zeit hatte ich einen Brusttumor, der operiert wurde, und einen Bandscheibenvorfall mit Fußlähmung, der nicht behandelt wurde, außer mit spazieren gehen und liegen. Jesus heilte beides und sprach mit mir in dieser ruhigen Zeit über alles. Er ließ mir alles zum Besten dienen. Gottvater hatte einen Heilungsplan, der nun in mein Leben kam.

Ich verbrachte viel Zeit in Seelsorge-Häusern und lernte Menschen kennen, die mir halfen und ein wenig wie Eltern waren. Langsam und oft unter Anfechtung (ich bekam Diabetes) begann ich, durch diese Beziehungen im Herzen zu heilen und zu verstehen, wie ein guter Vater sein konnte. Lebenslügen wurden offenbar, die endlich unter meine Füße kamen. In der Heilung entstanden meine Bilder und Figuren. 2009 gründete ich jesuliebe.de, und 2012 mit meinem Mann unser Auszeit-Haus AMMIEL am Bodensee.

Nach einigen Jahren zerbrach diese wertvolle Beziehung und ich verlor über dieser erneuten Ablehnung völlig den Boden unter meinen Füßen. Die Wunde, keine Eltern, keinen liebenden Vater gehabt zu haben, brach noch einmal voll auf und ich hatte kaum Hoffnung auf Besserung. Ich war ohnmächtig vor Schmerz und Hass. Die Tränen der Scham über mich selbst, der Ablehnung und des Verlustes nahmen kein Ende. Ich war darin gefangen und erneut in einem Burnout.

Doch dann griff die liebevolle Hand Gottvaters nach mir und hob mich empor aus dem Kerker meiner Anklagen, allen Versagens und dem tiefen Verlustschmerz. Er half mir, neu zu vertrauen, allen Menschen, die mich verletzt und abgelehnt hatten, zu vergeben und sie sogar zu segnen. Danach half er mir auf und gab mir meine wertvolle Identität in Ihm und eine gesunde heilsame Sicht Menschen gegenüber.

Ich lernte die Vaterherzschule kennen, in der ich viel Freude erfuhr, mitarbeiten und weiter lernen und heilen konnte. Gottvaters Liebe und Segen übertraf alle meine eigenen Bemühungen. Er stellte meine Würde wieder her und ich erlebte Erstaunliches mit dem Heiligen Geist. In all dem gab er mir Weisheit, Dankbarkeit, Geduld, Mut und Autorität. Gottvater war für mich die Antwort auf Geborgenheit und Schutz und jeder Sehnsucht meines inneren verletzten Kindes. Er heilte und stillte das Verlangen nach zugewandter, gütiger Vaterliebe in mir.

In tiefen Herzensprozessen stellte er mich auf ein neues Fundament seiner Liebe zu mir. Ich lernte, dass ich als sein gewolltes, geliebtes Kind nicht alles recht machen muss, um von ihm geliebt, versorgt und angenommen zu sein. Er lehrte mich, Grenzen zu setzen und in ihm geliebt zu leben. Heute bin ich voller Lebensfreude und frei von Depressionen und Bulimie. Jesus kam, um uns zum Vater zu führen, weil er wusste, dass Kinder einen beständig guten Vater brauchen (Matthäus 18,2-4.)

Wenn das Leben dich umhaut, fängt Gottvater dich auf. Er verändert nicht gleich die Umstände, aber er verändert uns in den Umständen. Ausführlicher ist meine Geschichte nachzulesen in meinem Buch „Niemand liebt dich mehr als der, der dich schuf“. Erhältlich im Grace-today Verlag oder bei  www.ammiel.de  / www.jesuliebe.de



Vom Mann, der auf einmal wieder hören konnte

Sam hatte sich schon so sehr an seine Schwerhörigkeit gewöhnt, dass er sie im Alltag kaum mehr wahrnahm. Er könnte dir auch nicht sagen, wann es ihm selber zum ersten Mal so richtig bewusst wurde, dass sein Hören immer schlechter geworden war. Es war wohl eher ein schleichender Prozess. Schrittweise wurde es leiser und leiser um ihn her. Aber er merkte kaum etwas davon, weil dafür die anderen Stimmen in ihm umso lauter und lauter wurden.

Jene Stimmen. Voller Selbstzweifel und Kritik. Die verklagenden Worte von Unsicherheit und Versagen. Da war ein ständiges Tinnitus-Rauschen in seinen Ohren. Er hörte in seinem Inneren das Klagen seiner dominanten Mutter, die immer an allem etwas zu Nörgeln hatte. Oder das gehässige, laute Lachen seines Arbeitskollegens, der sich ständig lustig machte auf Kosten der Schwächeren. Das verunsicherte Sam und er fragte sich: „Ob der auch über mich lacht?“ Da waren die kritischen Worte und negativen Festlegungen, die ihn sein Leben lang schon verfolgten und ständig runtermachten.

Dieses Wirrwarr an brabbelnden Stimmen im Hinterkopf, diese lauten nervigen Hintergrundgeräusche seines Alltag-Lebens, sie waren für Sam derartig normal und vertraut geworden, dass er die zunehmende Taubheit, die sich bei ihm einstellte, gar nicht realisierte. Er hatte kein Gehör mehr für Menschen, die ihn ermutigen wollten und ihm gar Gutes sagten. Da war auch kein Aufhorchen möglich für neue Gedanken der Hoffnung und der Zukunft. Sam hörte nicht mehr gut. ER hörte nicht mehr zu. Und bald gehörte er auch nicht mehr dazu.

Denn je länger Sam seinen zunehmenden Hörverlust ignorierte, umso kleiner wurde sein Radius, der Lebensraum um ihn her.  Wenn er unter Menschen war, konnte er oftmals die Gespräche nicht richtig mit verfolgen. Die Frequenzen der Stimmen von Personen im Raum überlagerten einander und wurden zu einer quälenden Kakophonie. Es war ihm peinlich, immer wieder nachfragen zu müssen, wenn er mal wieder etwas nicht deutlich genug verstanden hatte. Manchmal versuchte er sogar von den Lippen der anderen abzulesen, aber das gelang ihm nur stümperhaft. Und so gab er auf. Er zog sich lieber zurück, und es wurde einsamer um ihn her.
Als er dann noch neulich beim Überqueren der Straße fast von einem Auto überfahren wurde, weil er das Hupen nicht gehört hatte, da bekam er es mit der Angst zu tun. Am liebsten wollte er jetzt gar nicht mehr das Haus verlassen.

Unaufhaltsam rückten die Grenzen näher. Seine Sinne schienen ihm wie Sand zwischen den Fingern zu zerrinnen. Sam war verzweifelt. Die Taubheit hatte mittlerweile sein ganzes Leben in Mitleidenschaft gezogen und hielt es nun fest im Griff. Alles fühlte sich irgendwie taub an. Nicht nur seine Ohren. Auch seine Augen schienen schlechter zu funktionieren. Sein ganzer Körper. Taub – gefühllos. Eine innere bleierne Schwere, wie eine Lähmung, nahm von ihm Besitz, raubte ihm alle Kraft und allen Lebensmut.
Er hatte davon gelesen, dass es schwarze Löcher im Universum geben soll, die alles verschlingen können. Ja, so kam es ihm jetzt vor. Fast hätte Sam aufgegeben und sich in sein unweigerliches Schicksal gefügt. Es war wie ein endloses Fallen in Bodenlosigkeit. ER sah schon das schwarze Loch auf sich zu rasen. Da löste sich innerlich ein Schrei in seinem Herzen. Ein Schrei um Hilfe, Rettung, festgehalten werden, aufgefangen sein. Sam schrie. Es schrie unhörbar in ihm, ohne Worte. Aber wer würde ihn hören, – erhören –  wo der doch selber nicht mal richtig hören kann?!

Und dann geschah jenes Wunder!
Das Rauschen verschwand abrupt und die  Stimmen in seinem Innersten verstummten.
Für einen Augenblick herrschte absolute Ruhe. Himmlischer Frieden. Alles wurde still in ihm. Auf einmal drang an sein Ohr der Gesang eines einzelnen Vogels, der draußen vor seinem Fenster im Baum saß und eine Melodie vor sich hin trällerte. Es kam Sam vor, als ob er noch nie zuvor dem Singen eines Vogels gelauscht hätte. Das war so einzigartig und wunderschön.

Je länger er fasziniert zuhörte, umso mehr wich die Taubheit aus allen seinen Sinnen. Die Lähmung löste sich völlig auf, wie Nebel im Morgenlicht der Sonne. Da verstummte das Lied und der Vogel flog weiter. Wieder wurde es still in ihm und um ihn her. Diese Stille war zum Greifen nahe und geradezu übernatürlich.
Auf einmal hörte Sam die Worte: „Habe keine Angst. Du bist nicht allein. Ich bin bei Dir und werde immer bei Dir sein, weil ich Dich liebe!“

„Wer war das nur?“ fragte sich Sam. „War das wohlmöglich Gott, der da zu ihm sprach?! Ja, geht denn das überhaupt, dass man Gottes Stimme hören kann?! “
In den kommenden Monaten wurde Sams Leben völlig transformiert. Es war ihm so, als ob er vorher noch nie wirklich gehört hätte. So lernte er neu das Hören. Das Zuhören, das Hinhören. Täglich hielt er inne und hörte intensiv zu. Ihn überraschte, wieviel er bisher überhört hatte oder auch gar nicht hören wollte. Er lauschte Tönen, Klängen und Melodien. Wenn jemand etwas zu ihm sagte, dann bekam er sogar die Fähigkeit, nicht nur die nackten Worte aufzunehmen. Er konnte fortan auch das Unausgesprochene hören.

Aber am meisten beglückte Sam, dass er tatsächlich Gottes Worte in seinem Innersten hören konnte. Es fiel ihm nicht schwer, Gottes Reden von allen anderen Stimmen und Geräuschen zu unterscheiden. Denn wenn Gott zu ihm sprach, das wusste er nun genau, dann waren das immer Worte voller Lebensermutigung und Liebeshinwendung. Diese Worte musste er hören. Von diesen Worten lebte er geradezu. Sie verliehen ihm täglich neue Kraft und wiesen ihm seinen Weg.
Ja, das ist die Geschichte von Sam, dem Mann, der auf einmal wieder hören konnte…und das alles nur, weil sein Herz Ohren bekam!


Matthias Hoffmann
Februar 2021



Herzen werden offenbar…

Ich sitze völlig entspannt bei Abba im Wohnzimmer im Vaterhaus der Liebe Gottes. Mein Geist ruht an himmlischen Orten, mein Herz fühlt sich gehimmelt an. Hier bei IHM ist es gut sein. Sein Friede und Seine Geborgenheit erfüllen mich an diesem Ort, ganz nahe an Seinem Herzen, in Seiner Gegenwart. Ich schaue mit dem Vater zusammen aus dem Fenster. Wir beobachten, was da gerade zurzeit auf unserem kleinen blauen Planeten so abläuft.

Und ich frage Abba: „Papa, was machst Du da eigentlich gerade? Ich verstehe es nicht, aber ich merke da läuft zurzeit etwas absolut Wichtiges und Weltveränderndes ab. Mein aufrichtiger Wunsch ist es nur, dass ich Dir dabei nicht im Wege stehe oder mich unbewusst sogar gegen Dich und Dein Wirken stelle. Ich verstehe es nur nicht. Kannst Du es mir bitte erklären?!“

Abba schaut mich mit Seinen großen, wunderbaren, gütigen Augen an und sagt:
„Mein geliebter Sohnemann, ICH bin dabei überall auf der Welt die Herzen Meiner Kinder zu durchleuchten. Herzen werden offenbar! ICH bringe aus der Tiefe hervor, was sich in diesen Herzen alles verborgen hält: Stolz, Eifer, Angst, Vertrauen, Einsamkeit, Egoismus, Hoffnungslosigkeit, Mut, Zuversicht, Unabhängigkeit, Liebe, Barmherzigkeit, Dankbarkeit, Segen…was auch immer es sein mag. Es muss ans Licht kommen! Es kann nicht verborgen bleiben!
Das ist wie eine enorme Inventur der Herzen. Alle Menschen, alle Nationen, alle Gesellschaften sind auf dem Prüfstand. Das gehört zur großen Vorbereitung fürs Finale.“

Ich werde still und lass Abbas Worte auf mich wirken; sinne darüber nach.

Ja, auch mein Herz wird in diesen Tagen durchleuchtet. Auch mein Herz offenbart, was alles in ihm steckt. Gutes und Böses. Vertrauensvolles und Ängstliches. Allzu menschliche Gedanken, Ärger und Sorgen. Und daneben dann wieder himmlischer Schalom, große Dankbarkeit und göttliche Perspektiven.
Es tut mir so gut, alles auszugießen. Vor Jesus im Gebet alles aussprechen, leer werden, es in mein Tagebuch aufschreiben, Worte finden und formulieren, zu stammeln, zu schweigen. Ich lege alles in Jesu durchbohrte Hände und vertraue meinem himmlischen Vater. ER, der das ganze Universum schuf und dem Tod die Macht am Kreuz nahm, DER hat  immer einen Ausweg!
Und je leerer ich werde, umso mehr kann ER mein Herz wieder neu füllen, bis es überfließt mit Seiner Gnade, Liebe und Hoffnung!

„Danke, Abba, alle Deine Wege sind vollkommen, gerecht und sehr gut!“

Matthias Hoffmann
Februar 2021

2021 …. ERWARTUNGSVOLL

Wenn ich gefragt werde, wie es mir zurzeit so geht, und wie ich auf das kommende Jahr blicke, dann antworte ich: „Ich lebe ERWARTUNGSVOLL!

Ja, ich weiß selber, die Umstände sehen völlig anders aus. Unsere Welt dreht sich momentan im Kreis. Der Stolz der ohnmächtigen Mächtigen ist noch lange nicht da angekommen, dass sie nach Gottes Lösungen fragen würden. Und auch der Leib Jesu, die Kirche in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, zeichnet eher ein Zerrbild ihrer selbst, gefangen zwischen blindem Aktivismus und kraftloser Unsichtbarkeit.

Aber, wenn ich bete – und ich bete wirklich viel, ich verbringe ganze Tage in Abbas Gegenwart – dann höre ich immer nur eines: „WARTE AUF MICH! – Warte auf Mein Eingreifen. Erwarte Mein Kommen. Lebe erwartungsvoll; sei gespannt auf das, was ICH zu tun vermag!“

Am Neujahrsmorgen bin ich aufgewacht mit den Worten: LASS ABBA MACHEN! Ich habe diese drei kleinen Worte ganz laut und deutlich in meinem Herzen vernommen. Sie stehen jetzt auf einer Karte geschrieben und hängen über meinem Schreibtisch.

Wer mich kennt, weiß, wie gerne ich plane und wie viele Visionen und Ideen ständig in mir leben. Aber diese Worte von Abba, hören sich irgendwie anders an. Das bedeutet doch eher: alle eigenen Pläne, Termine, Vorstellungen aus der Hand geben und IHM, Abba, alles anvertrauen. Nicht selber machen wollen-können-müssen, sondern Abba handeln lassen. Auf Sein Eingreifen warten!

Lass Papa ran. Überlasse IHM doch Deine Fragen, Sorgen und die vielen ungelösten Fälle. Du brauchst es wirklich nicht alleine zu schaffen. Halleluja, es ist nicht zu schaffen! Aber Abba schafft es! Manchmal mit Dir zusammen. Gerne in Dir, – durch vorbereitete Wege in Deinem Herzen. Aber auch oftmals ohne Dich – denn ER ist der Allergrößte. Kinder brauchen einen Vater, der die Dinge für sie erledigt.

Wir sind geboren für eine Zeit wie diese!
Jetzt gilt es Tag für Tag, in allen Herausforderungen, zu lernen und zu erleben, wie uns Abbas Liebe alltagstauglich hindurchträgt. Unser himmlischer Vater lässt Seine Kinder nicht im Stich! Niemals! Und Du und ich – wir dürfen und werden einer verrückten Welt es zeigen, wie das aussieht, dem allmächtigen Abba-Vater unter allen Umständen, immer und überall, zu vertrauen. Wir warten auf IHN. Wir leben ERWARTUNGSVOLL. Abba wird kommen und ER wird den Unterschied machen!

Matthias Hoffmann
Januar 2021

Getragen – Geborgen – Getröstet – Geliebt

2020 war für meine Frau und mich ein Jahr voller Herausforderungen, Baustellen, Schmerz, Trost und übernatürlichem Frieden ABBAS-Schalom.

Es begann am 4. Januar mit einem Trümmerbruch am linken Oberarm bei Elfriede, der letztendlich Ende Februar operiert werden konnte. Bei mir mit einem sehr bewegungseinschränkenden, schmerzhaften Bandscheibenvorfall, der mich seit Nov. 2019 in „Atem“ hielt und schlussendlich im März 2020 in einer OP endete. Damit nicht genug, Anfang Juli erhielten wir die Nachricht, dass unser ältester Sohn (49 Jahre) unheilbar an Krebs erkrankt ist. Ende August ist er dann heimgegangen. Zwischendurch noch die Hochzeit unserer ältesten Enkeltochter. Das war so ein Geschenk mitten in der Pandemie und Krankheit. ……und das alles unter Corona-Bedingungen, puh…


Aber Gott unser ABBA-Vater ist GUT.

Bevor die Baustellen und Herausforderungen begannen, hat uns der himmlische Vater vorbereitet, getröstet, Frieden zugesprochen, gehalten. Es würde zu weit führen hier alles aufzuschreiben wie und was wir erlebt haben. Eine Erfahrung die Elfriede machte, war folgende: Sie saß im Auto und wartet etwas länger auf mich. Da sah sie auf dem Zaun vor sich wunderschöne Vögel. Sie betete:“ Papa gib mir doch ein Zeichen deiner Liebe, einen schönen Vogel.“

Wir fuhren nach Hause und auf unserer Terrasse schaute eine wunderschöne weiße Taube durchs Terrassenfenster um sich anschließend auf den Terrassentisch zu setzen. Das war eine Botschaft der Liebe des Vaters für Elfriede. Es war wenige Tage bevor wir die schwere Nachricht von unserem Sohn erhielten. So ist der Vater!!!

Am Morgen der Nachricht über die Krebserkrankung waren Elfriede und ich im Gebet, da sprach der Hlg. Geist zu mir: Bete „ Egal was DU mir gibst, egal, was Du mir nimmst, Du bist und bleibst mein Gott“. Ich hatte dieses Lied an dieser Stelle vorher nie mitgesungen. An diesem Morgen wusste ich,


ABBA bereitet mich, uns auf etwas vor und hält mich.

Unter Tränen betete ich dieses Gebet, in dem Bewusstsein und der Gewissheit, Gott ist gut und hält mich/uns in SEINEM ARM. 12 Stunden später erhielten wir die Nachricht, unheilbarer Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Acht schmerzvolle Wochen begannen. Dabei erlebten wir Hoffnung und Enttäuschung, in Allem und immer wieder getröstet und getragen in übernatürlicher Weise. In dieser Zeit teilte mir mein Sohn mit:“ Papa, ich weiß ich bin ein geliebtes Kind des Höchsten“. Gott ist gut. Ein Tag bevor unser Sohn heimging, wollte er gemeinsam mit uns Lobpreis und Anbetung haben. Wir sangen gemeinsam:

Zehntausend Gründe gibst du mir dafür! Und wenn am Ende die Kräfte schwinden, Wenn meine Zeit dann gekommen ist, wird meine Seele dich weiter preisen, Zehntausend Jahre und in Ewigkeit!

Der Raum war erfüllt mit der Herrlichkeit des Himmels und die Engel umgaben uns. Da war Friede, Schalom…. wir können, wir dürfen loslassen. ABBA ist gut!!! Ja wir haben Trauer aber wir sind getröstet, ja wir haben Tränen aber wir sind geborgen, getragen, geliebt.

Elfriede & Manfred





Gottes Liebe weitergeben

Hinter mir liegt viel Leid und Schmerz. Ich habe alles verloren was ich hatte, aber auch alles gefunden was ich brauche, durch Jesus und die Liebe des Vaters. ER hat mich wiederhergestellt und geheilt. Das Buch „Liebesbriefe von meinem König“ (Sheri Rose Sheperd) und die Vaterherzschule von VATERHERZ BEWEGT 2016 in Kiel wurde zu einem großen Segen für mich. Als ich dadurch die Liebe des Vaters kennenlernte, veränderte das mein ganzes Leben.

Bei der Vaterherzschule bekam ich eine Herzkarte mit der Aufschrift „„Du bist geliebt“ geschenkt, dies berührte mich sehr. Ich entscheid mich, diese Karte zu bestellen und auch anderen Menschen damit eine Freude zu machen. Ich staunte was dann geschah! Fast jeder nahm sie mit großer Freude an. Es entstanden oft gute Gespräche und manchmal hatte ich die Gelegenheit, für die Menschen zu beten. Ich verschenkte sie überall beim Einkaufen, Rad fahren, am Strand… überall wo ich mit Menschen in Kontakt kam. Oft hörte ich die Aussagen wie: „Oh, das kann man jetzt gut gebrauchen, die kommt an meinen Kühlschrank, vielen Dank ich halte sie in Ehren…. Verkäufer stellten sie direkt an die Kasse auf, so dass sie alle sahen. Manchmal weinten Menschen vor Rührung oder umarmten mich ganz fest.

Ein besonderes Erlebnis war für mich, als ich einen älteren Herrn in der Stadt kennengelernt hatte, der ein Geschäft nicht fand. Ich begleitete ihn dann dorthin und unterwegs erzählte er mir von seinem Leid. Ich durfte daraufhin für ihn beten und Abba berührte sein Herz. Er war voller Freude und Dankbarkeit. Ich erfuhr, dass er in ein paar Tagen seinen 83. Geburtstag hatte und in einem Seniorenheim lebte. Und da ich Lobpreiserin bin und selbst Lieder schreibe und Gitarre spiele, bot ich ihm an, ihn zu besuchen und ein Geburtstagslied für ihn zu schreiben. Er freute sich sehr darüber. Ich backte einen Kuchen mit der Aufschrift „Happy birthday“, nahm einen Blumenstrauß mit und meldete mich bei der Heimleitung an.
Zwei Pflegerinnen begleiteten mich, gemeinsam zogen wir dann mit dem Lied „Happy birthday to you“ durch die Tür ein. Danach sang ich mein selbst geschriebenes Lied. Er fing an zu weinen und erzählte, dass er schon viele Jahre nicht mehr seinen Geburtstag gefeiert hatte, seit dem tragischen Tod seiner Lebensgefährtin, die bei einem Zugunglück ums Leben kam, welches er überlebt hatte. Wir sprachen über den Glauben und ich konnte für ihn beten. Im Anschluss hatte ich noch ein Gespräch mit der Heimleitung, die mir anbot alle 3 Monate zu der gemeinsamen Geburtstagsfeier der Heimbewohner zu singen. Dies tat ich gern und ich nahm, na klar, auch meine Herzkarten mit.
Einmal lernte ich einen Straßenmusiker im Hafen von Laboe kennen. Ich gab ihm auch eine Herzkarte und als er erfuhr, dass ich auch singe, gab er mir die Möglichkeit, ein selbstgeschriebenes Lied zu singen. Ich wählte ein Lied über die Liebe des Vaters aus mit dem Titel „Du bist grenzenlos geliebt“ – der Musiker begleitete mich mit der 2. Stimme.
Auch ihm gab ich eine Herzkarte und er lud mich zu seinem Stand auf dem Handwerkermarkt ein. Als ich ankam, stand da die Herzkarte auf dem Ladentisch. Er hatte eine Musikanlage und bat mich, doch auch dort zu singen. Abba öffnete Türen und berührte Herzen.
Auch den ganzen Sommer über, im Rahmen der Urlaubskirche, bei der ich mitwirkte, hatte ich die Möglichkeit zu singen und jedem persönlich eine Herzkarte zu schenken.
Abbas Liebe hat mich von einer Entmutigten zu einer Ermutigerin gemacht. Seine Liebe machte mich zu Hoffnungsträgerin und Freudenbotin. Alle Ehre sei Abba.
Und Gott spricht: „Siehe ich mache alles neu!“ Off. 21,5

In Jesu Liebe

Elke

 

Ich bin schon lange Christ…

Ich bin schon lange Christ, hatte aber immer das Gefühl- etwas fehlt.
Pete Creig (Gründer des Gebetshauses) sagte einmal in seinem Zeugnis: „In mir brannte so eine Sehnsucht, dass ich überall, wo gebetet und gesegnet wurde, hinrannte und mir Segen und Gebet abholte. Sogar als für werdende Mütter gebetet wurde war ich da.“
Ich konnte das so nachempfinden, spiegelte es doch meinen Hunger und Sehnsucht wider.
Von einem Freund wurde ich auf die Vaterherzbewegung aufmerksam gemacht und so meldete ich mich im August 2018 zur Vaterherzschule in Krelingen an.

Wisst ihr: ich habe mich immer empfunden wie der kleine Punchinello in der Geschichte von Max Lucado, beklebt mit ganz viel (negativ) Punkten: Du bist hässlich, Du kannst dies nicht, Du bist nicht so wie die…  

Punchinello fand den Weg zu Meister Eli, seinem Schöpfer, und unter SEINEM Blick fielen nach und nach seine Punkte ab.

So war mein Erleben in der Zeit der Vaterherzschule, ich lernte den VATER kennen, nicht den strengen, missachtenden, abwesenden, abwertenden, Zeigefinger zeigenden sondern einen VATER – voll Liebe, Verständnis, Zeit, Zugewandtheit und noch so viel mehr.

Noch braucht es Zeit, Altes immer wieder abzuschütteln, aber das eine habe ich zutiefst verstanden: Ich bin willkommen im Vaterhaus der Liebe Gottes – was für ein großes Geschenk und ich lerne immer mehr geliebt zu leben.

Michaela

DER STERN IN JENER NACHT

Es war Mitternacht und Raffi war dran, die Nachtwache zu übernehmen.
Seit ein paar Monaten hatte er es geschafft. Er war nicht mehr länger der einfache Hirtenbursche aus einem unbedeutenden kleinen Dorf vom Land, sondern jetzt stand er in Diensten des Tempels von Jerusalem. Ja, tatsächlich er hatte es geschafft! Seine Familie war so stolz auf ihn; und der Lohn am Ende des Monats stimmte auch.

Es war eine jener sternenklaren Nächte. Kalt und windig, wie sie oftmals auf den Bergen Judäas daherkommen. In solchen dunklen Stunden malte sich Raffi in seinen kühnsten Träumen aus, mit wilden Bären und Löwen mutig zu kämpfen, wie einst König David, der auch hier auf den Feldern Bethlehems die Schafe hütete. Aber, was Raffi in jener besonderen Nacht erleben sollte, war weitaus mehr als jedes Abenteuer dieser Welt ihm bieten könnte.

Zuerst war da jener Stern. Schon seit Längerem war er den Hirten bei ihrer Nachtwache aufgefallen.  Man sprach darüber. Solch einen gewaltig großen und leuchtenden Himmelskörper hatten selbst die Alten und Erfahrensten noch nie beobachtet. Der strahlte ja fast so golden, wie der Mond. Das helle Licht in der Nacht ließ die Tiere unruhig sein. Ihr ständiges Blöcken wollte nicht aufhören und ließ die Hirten kaum Schlaf finden.

Da geschah es. Zuerst dachte Raffi, er wäre kurz eingenickt und träume nur. Aber das helle gleißende Licht, dass ihn, die anderen Hirten und selbst die Schafherde umstrahlte, war so real. Nein, das war kein Traum oder Trugbild. Aber was geschah jetzt hier? Geblendet vor lauter Helligkeit konnte keiner mehr etwas sehen.
Zunächst wurde alles leise. Bewegungslos und wie gelähmt stand Raffi da. Die Zeit schien, still zu stehen. Selbst die Schafe waren verstummt. Und dann war da jene Musik. Es klang wie der Gesang der Priester im Tempel. Aber, was soll ich sagen: es war noch viel herrlicher, erhebender und schöner zugleich. Wie ein Chor von Tausenden von Stimmen, rein und klar. Einfach himmlisch. So etwas Herrliches hatten Raffi und die anderen Hirten noch nie gehört. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an den hellen Schein. Jetzt konnten sie es sehen. Tatsächlich, es waren Tausende von Wesen, die rings umher standen und leidenschaftlich sangen. Raffi rieb sich die Augen. Das müssen Engel sein, Boten Gottes. So wie die aussahen. Er hatte auf dem Markt in Jerusalem schon mal ein Gefäß aus einem Material, das man Glas nannte, gesehen. Eine Karawane aus dem fernen Ägypten brachte es mit. Nie würde er vergessen, als das Licht der Sonne, wie ein kleiner Regenbogen, bunt durch jenes Gefäß schimmerte. Komisch, daran musste er jetzt denken im Anblick jener Himmelswesen.

Und eigenartig, was sangen sie nur immerzu da? Raffi lauschte …:

Ehre sei Gott im Himmel. Denn ER bringt der Welt Frieden und wendet Sich den Menschen in Liebe zu!“

Die Schockstarre der Hirten löste sich langsam, als sich ein großer mächtiger Engel ihnen näherte und mit sanfter Stimme zu sprechen begann: „Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird. Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus der Herr! Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!“


So geheimnisvoll und überraschend, wie die Himmelswesen aus dem Unsichtbaren aufgetaucht   waren, so schnell waren sie auch wieder vor den Augen der Hirten verschwunden. Nun gab es für Raffi kein Halten mehr. Ohne zu überlegen, rannte er los. Und auch die anderen Hirten folgten ihm nach, hinein in die Dunkelheit der Nacht. Aber wohin? Wo würden sie den Retter, den ersehnten Messias, finden?
Da leuchtete jener Stern am Himmel. Jetzt, wo das Licht der Engel nicht mehr da war, konnten sie seinen Schein wieder wahrnehmen. Seine Strahlen markierten einen Pfad durch die Finsternis der Nacht. Nach wenigen Kilometern erreichten sie die ersten Hütten und Häuser von Bethlehem.  Wo mag wohl der Retter der Welt geboren sein? Vielleicht im Haus eines reichen Händlers oder in der Villa eines vornehmen Bürgers? Jetzt konnten sie es deutlich sehen. Das helle Licht des Sterns erstrahlte über einem schlichten Stall am Rand der Felder. Welch ein seltsamer Ort für die Geburt des Retters der Welt?!

Raffi drängte sich als erster durch die schmale Eingangspforte. Die anderen Hirten folgten ihm sogleich. Was sie dort fanden und sahen in jenem Stall, das hätten sie niemals beachtet und ganz gewiss in der Dunkelheit jener Nacht völlig übersehen, wäre nicht das Licht des Himmels durch die Engel und den Stern in ihrem Innersten aufgeleuchtet. Es hätte gewiss keinen größeren Unterschied geben können, zwischen dem, was ihre Augen da sahen und dem, was sich jetzt in ihren Herzen ereignete. Mit ihren natürlichen Sinnen erblickten sie eine ganz normale Familie: Vater, Mutter und ein neugeborenes Baby in der Armseligkeit eines Stalles. Aber im Licht der Herrlichkeit, das in ihren Herzen angezündet worden war, konnten sie im Glauben viel weiter schauen. So erkannten sie in diesem Kind das freundliche Angesicht Gottes.
Auf einmal ergab alles einen tieferen Sinn. Der Messias musste hier in Bethlehem geboren werden. Und sie, die Hirten, die dafür angestellt waren auf den Feldern Bethlehems Jahr für Jahr die perfekten Lämmer fürs Passafest zu suchen, sie sollten die ersten sein, die das Lamm Gottes finden würden. Es lag ein tiefes Geheimnis über jener Nacht.  Heilige Ehrfurcht überkam die einfachen Männer. Sie fühlten sich so geehrt, ein Teil von Gottes großem Plan zu sein.
Auf dem Weg zurück zur Herde, dachte Raffi nach: „Was für eine Nacht?! Ja, das ist wahrlich mehr, als ein Abenteuer mit wilden Tieren zu kämpfen!“ Dann begann er zu singen und die anderen stimmten froh mit ein. Auch, wenn der Gesang der Männer etwas schräg und schief daherkam, und nicht ganz so schön wie der Engelchor klang, aber ihre Herzen waren so voll von dem Wunder jener Nacht, dass sie einfach Gott lauthals loben mussten.

Der Stern jener Nacht war noch für viele Monate am Himmelszelt zu sehen, bis er kleiner und kleiner wurde und dann gänzlich verschwand. Aber sein Licht hat niemals aufgehört zu leuchten. Zuerst erstrahlte er in den Herzen von ein paar einfachen Hirten, so wie Raffi und dessen Freunden. Danach in den Herzen von Sternendeutern aus fernen Ländern. Später dann sollte sein heller Schein in den Jüngern Jesu weiterleuchten und auch in allen Menschen, die sich aufmachen würden, selber dem Wunder der Heiligen Nacht zu begegnen.

Der Apostel Paulus schrieb einmal:
„So wie Gott einmal befahl: Licht soll aus der Dunkelheit hervorstrahlen! – so hat Sein Licht auch unsere Herzen erhellt. Jetzt erkennen wir klar, dass uns in Jesus Christus Gottes Herrlichkeit entgegenstrahlt!“


Matthias Hoffmann
Weihnachts-Geschichte 2020